Glücksburger Strandmeile 2004

- Foto: Dewanger, shz
Grandiose Himmels-Symphonie aus Farben, Feuer und Klängen
Glücksburg (Anja Werner)
Kein Windhauch. Stille liegt über der nächtlichen Förde. Dann die ersten verhaltenen Takte aus den riesigen Lautsprechern.
Unzählige Blicke richten sich am Strand und der Promenade von Sandwig in den Himmel. Die Spannung steigt. Plötzlich der doppelte Paukenschlag: Zum dramatischen Auftakt von Beethovens Ode an die Freude explodiert auch der Himmel über der Förde. Im Sekundentakt und auf den Punkt genau zu "Freude schöner Götterfunken" entzünden sich in mehr als 100 Metern Höhe die Feuerwerkskörper und rasen im edlen Silber und zartem Lila in nicht enden wollenden Streifen und Sternen zurück zum Boden. Der Auftakt des "Magic of Fire" lässt den Atem anhalten. Im mediterranen Ambiente genießen mehr als zehntausend Menschen den Höhepunkt der zweitägigen Glücksburger Strandmeile in Glücksburg. Das milde trockene Wetter macht die einzigartige Symphonie aus Feuer, Farben und Klängen zu einem ungetrübten Erlebnis.
Im vornehmen Brokat, Gold und Purpur entflammen die folgenden Spezialeffekte des Feuerwerkskünstlers Joachim Schon den Himmel, dazu die tragende Filmmusik aus "Der letzte Mohikaner". Dramatisch und farbenprächtig bringt das Finale Leben in den Nachthimmel. Zur Rockmusik von Pink Floyd werden vom Ponton auf der Flensburger Förde aus riesige Fächer aus Feuer gezeichnet. Laut, hoch und in rasend schneller Abfolge zieht es zum Schluss die größten Explosionskörper in den Himmel. Ein Regen aus funkelnden Sternen sinkt langsam auf das staunende Freiluft-Publikum nieder und beendet den 15-minütigen Feuerzauber.
Doch nach Hause gehen danach nur die wenigsten. Beeindruckt und gefangen lassen fast alle Besucher das faszinierende Schauspiel in Ruhe nachwirken. Bei einem Glas Wein, einem exotischen Cocktail und zur Live-Musik der Showband "Midnight Special" erfolgt dann langsam und mit Genuss der Rückweg zum "normalen" Leben.
Geordnet, zeitlich gut verteilt und ohne Probleme beginnt dann der Heimweg, den die meisten Besucher mit dem Shuttle-Bus antreten. Mehr als 10000 Parkplätze in der weiteren Umgebung sowie eine effektive Verkehrslenkung sorgen dafür, dass das Verkehrschaos des vergangenen Jahres ausbleibt. Die Polizei vermeldet weder verstopfte Straßen noch Un- oder Zwischenfälle. "In diesem Jahr hat alles gestimmt. Sie sehen einen rundum zufriedenen Organisator", sagt Armin Korok, Projektleiter Tourismus der Glücksburg Management Consulting GmbH. Die heute europaweit agierende Hamburger Unternehmensberatung, die sich vor zehn Jahren im Wasserschloss als "Glücksburger Konzepte" gegründet hatte, feierte am Sonntag zur Strandmeile in der Orangerie - zur Musik von Richard Wester - und im Intermar ihr zehnjähriges Bestehen.
Doch nicht nur diese geschlossene Gesellschaft dürfte die zweite Glücksburger Strandmeile als rundum gelungenes Event empfunden haben. "Ich gehe deshalb fest davon aus, dass auch im nächsten Juli wieder zweitägig gefeiert wird", sagt Armin Korok. Wie in diesem Jahr wird auch dann wieder der Einsatz der Behörden und Institutionen zu Land und zu Wasser sowie vieler freiwilliger Helfer gefordert sein. "Die Unterstützung in diesem Jahr war einfach fantastisch", lobt Korok.
(Flensburger Tageblatt vom 20.07.2004)


























gluecksburg.com